Freitag, 24. Januar 2014

URKAROTTE

 
SCHWARZE KAROTTE, LILA KAROTTE




"Schon in der Steinzeit aßen die Menschen diese Urkarotte" - so heißt es. Stimmt jedoch nicht ganz, korrekterweise müsste es heißen: "Schon in der JUNG..steinzeit aßen die Menschen Karotten, die schwarz, weiß und orange, klein, zäh und manchmal auch größer und saftiger, waren..." oder so ähnlich. Aber das wäre zu kompliziert. In der Steinzeit, da gab es noch keine Karotten, zumindest nicht die, die wir heute kennen. Die Menschen waren Jäger und Sammler und auf ihrer Wanderschaft über die eiszeitlichen Steppen Mitteleuropas, da sammelten sie eine Pflanze mit fleischigen Wurzeln. Eine wilde Pflanze. Die wirkliche Urkarotte, auch WILDE MÖHRE genannt.

Später in der sogenannten Jungsteinzeit, dem Neolithikum, als die Menschen sesshaft wurden und mit Ackerbau begannen, da entstand erst die heutige Form der Möhre. Aus den zähen kleinen weißen Wurzeln der Wilden Möhre züchteten die ersten Ackerbauern saftige, fleischige und bunte Wurzeln. Orange setzte sich als Farbe irgendwann mal durch, warum auch immer und so kennen wir unsere heutigen Möhren eben normalerweise in dieser Farbe.

Schwarze Karotten oder Möhren dagegen sind etwas ungewöhnliches, urtümliches. Schwarz sind sie wegen ihres hohen Beta-Karotin und Anthocyangehalt, das sind die Farbstoffe - auch als Vitamine und Antioxidantien bekannt. Sie schmecken erdig und süß. Sie sind gesund und ja echt lecker! Hier in der Pfalz werden sie auch "Lila Karotte aus der Pfalz" genannt.

Und bei meinem Gemüsehändler erstand ich einen Bund dieser Karotten. Was mach ich mit denen nun...? Schwarze Karotten, Weißer Fisch und Gelbe Kartoffeln kam mir in den Sinn. Dazu in Sirup eingelegten Ingwer und als Gewürz für den Fisch: Echter Roter Pfeffer von Ingo Holland.




SCHWARZE KAROTTEN 
und WEISSER FISCH



Foto: © wiesengenuss






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